Training

Trainingslager 2017 Mallorca

Trainingslager habe ich schon einige 
absolviert. Doch Mallorca war diesbezüglich für mich absolutes Neuland! Dementsprechend neugierig und voller Vorfreude war ich. Angestoßen wurde das ganze als mich mein ehemaliger Teamkollege und Freund Dennis Breithaupt im Dezember darauf angesprochen hatte.

Termin, Hotel und Flug waren schnell gefunden. So ging es dann am 12. Januar ab auf die Insel.

Angekommen waren wir vom Hotel schon mal total begeistert. Das IBEROSTAR Cristina bot alles was von einem 4 Sterne Hotel zu erwarten war.

Nach dem Einchecken waren die Räder schnell aufgebaut und es ging ab zur ersten Einheit.

 

Tag 1 – Einrollen

Frühes aufstehen, Flug und mit nicht gerade viel im Magen hieß es erst mal Riegel futtern und dann die Beine locker kurbeln. In Bekannter Gesellschaft neben Dennis, weitere ehemalige Teamkollegen des Multisport Team Wein – Michael Meurer, Torsten Wambold und Christian Klute. Alles schon bekannter Gesichter auf der Insel und es folgte eine gesellige Runde, inklusive kurzem Kaffeestopp. 

 

Tag 2 – In die Berge

Für den 2. Tag, ging es dann gut erholt und gesättigt in den westlichen Teil der Insel, wo sich in unmittelbarer Nähe zu Palma de Mallorca, eine gute Ansammlung an Berge befindet. Nach ca. einer halben Stunde und etwas mehr Verkehr als sonst wo üblich auf der Insel, ging es auch schon das erste ma, direkt Berg hoch. 

Hinzu kam noch eine schönes Windchen welcher an diesem Tag ein sehr treuer Begleiter war. Vor welchen man sich im Wechsel von Auf- und Abfahrt nicht wirklich verstecken konnte. Doch mit Sonne und tollem Ausblick, zeigte sich Mallorca hier von der Besten seite.

Hinten raus folgte dann bis zum Trainingsende noch ein schöner Flachteil rüber nach Llucmajor und wieder zurück nach Palma.

Tag 3 – Grundlage

Im letzten Tag des ersten Block´s folgte eine längere Einheit im Grundlagenbereich. Auch hier war ich wie am 2. Tag allein unterwegs und wollte mich diesmal ehr östlich orientieren und unbedingt den Tipp von Holger Gauselmann wahr nehmen und das Örtchen Petra mitnehmen. Über Felantix ging es dann wieder zurück. Entgegen Tag 1, wollte ich diesmal aber näher an der Küste entlang. An sich auch eine tolle Strecke aber auch mit ordentlich Gegenwind im Angebot.

Tag 4 – Erholung

Der 4. Tag stand ganz im Zeichen der Erholung. Langes Frühstück, ein bisschen Beine locker rollen, Spaziergang und Wintersport im TV schauen 🙂

 

Tag 5 –  Puig de Randa

GA 2 Einheiten am Berg und den Rest wieder im GA 1 war der Marschplan für den 5. Tag. Da die Wolken in den Bergen auf der Westseite festhingen, fuhr ich in Begleitung von Dennis, in den südlichen Teil der Insel zum Puig de Rande einem 542 Meter hohen Berg zwischen den Orten Algaida und Llucmajor. 

Hier konnte ich ungestört die 4x10min GA 2 Intervalle am Berg abspulen. Ein kleines Highlight war bei der ersten Auffahrt das Team Sky. Ansonsten waren auch ein paar Fahrer vom BDR anwesend.

Zurück ging es dann gemeinsam über Sineu und Santa Maria wieder nach Palma.

Tag 6 – Schnee und Regen auf Mallorca

Eigentlich sollte es wieder ein Tag in den Bergen werden, doch hier machte die Sonne einen Ruhetag und es kam später sogar zu Regen und dann Schnee. Nach 3 Std. bog ich im Hotel wieder ein und ließ das Wetter, Wetter sein. Schließlich bin ich nicht nach Mallorca geflogen um Krank zu werden 😉

Tag 7 – Cap de Formentor

Das Wetter hatte sich wieder beruhigt und wie geplant konnte ich am letzten Tag noch einmal eine längere Einheit fahren. So gern wollte ich zum Cap de Formentor, dem östlichen Ende der Halbinsel Formentor auf Mallorca und gleichzeitig der nördlichste Punkt der gesamten Insel mit seinem bekannten Leuchtturm.

Dies war mein Wunsch und Zielsetzung zu gleich. Steht´s das Wetter im Auge machte ich mich auf dem direkten Weg zum Cap. Der Wind hielt sich bis zur nördlichen Küste auch in Grenzen doch als ich dann entlang der Küste fuhr, wurde dieser zu einem zunehmend stärken Seitenwind welcher leicht von vorn kam. Hier überlegte ich schon die Halbinsel auszulassen und am ersten Anstieg wieder umzukehren. Doch so nahe vorm Ziel entschied ich mich es durchzuziehen. „So lange kein Regen in Sicht ist, wird jetzt dran geblieben“, so meine Gedanken. Am Leuchtturm angekommen, verspürte ich eine Freude die ich im Training so schon lange nicht mehr hatte. Wie ein kleiner Etappensieg. Kurz genießen, Foto machen und dann ging es wieder zurück. 

Die Abfahrten konnte ich wegen dem starken Wind leider nicht wirklich genießen, dennoch ging es auf dem Heimweg um einiges zügiger voran.

Kurz vor Palma erschein dann die 200 Km auf meinem Garmin und ein kleines Lächeln setzte sich in meine Lippen. Mein erster 200er den ich komplett allein gefahren bin. Zum Abschluss gab es wie all die Tage zuvor noch ein Käffchen beim deutschen Bäcker gegenüber dem Hotel und dann hieß es Rad ab in den Koffer und Tasche packen.

Rückreise und Training wieder in Deutschland

Donnerstag folgte die Rückreise und verließen Mallorca im Regen. Alles in allem war es eine super Zeit und ich bin mir sicher hier wieder ein Trainingslager abzusolvieren. 

Nach 2 Ruhetagen folgten dann am Samstag und Sonntag wieder die ersten Einheiten ganz locker auf dem Crosser. Auch die kommenden Tage werden sich erst einmal ruhig gestalten ehe es dann wieder mit dem Training voll weiter geht.